
Die diesjährigen Lieder- und Theaterabende der Gesellschaft Frohsinn Stetternich führen uns mit dem Stück „Halleluja oder Wenn am Himmelstor die Technik streikt“ von Jochen Matthies ins Jenseits. Dabei bleiben uns die Probleme, die wir im Diesseits haben, erhalten. Die Empfangsdame kämpft mit Systemabstürzen und verlorenen Seelenakten, und die Neuankömmlinge versuchen herauszufinden, ob sie im Himmel, in der Warteschleife oder einfach beim schlechtesten Kundenservice des Universums gelandet sind.
Eigentlich läuft im jenseitigen Empfangsbereich alles nach bewährter bürokratischer Routine. Doch eine von „ganz oben“ verordnete Modernisierung bringt die Himmelspförtnerin (Eva Boensch) an den Rand des Wahnsinns: Ein neuer digitaler Sündenrechner soll vollautomatisch über Gut und Böse entscheiden. Das Problem? Das System stürzt am laufenden Band ab!
Während die Technik streikt, füllt sich die himmlische Warteschleife mit einer höchst explosiven Mischung frisch verstorbener Seelen: eine unterkühlte Managerin (Anna Rohowsky), eine resolute Hausfrau (Martyna Pelzer) und ein charmanter Ex-Mafioso (Sascha Maßmann) bangen plötzlich gemeinsam um ihr endgültiges Ziel.
Inmitten dieses jenseitigen Chaos versucht ein loyaler Engel (Harald Goder) mit seinem Lehrling (Lotta Küper) verzweifelt, die Stellung zu halten. Unerwartete Gesellschaft an der Bar leistet ihm dabei ein ziemlich frustrierter Dämon (Meinhard Bock) von der Konkurrenz. Als der Computer endgültig den Geist aufgibt, schlägt die Stunde der jenseitigen IT-Spezialisten: Doch während der herbeigerufene EDV-Engel (Pia Bremter) völlig ratlos ist, erweist sich die letzte Hoffnung – ein genialer, aber extrem zerstreuter Mathematiker (Maik Boltes) – als wandelndes Ablenkungsmanöver.
Das göttliche Systemversagen bleibt natürlich nicht unbemerkt: Luzifer (Thilo Küper), der Herr der Finsternis, schäumt vor Wut, weil in der Hölle akuter Neuzugang-Mangel herrscht. Zu allem Überfluss mischen weitere schräge Vögel den Wartesaal auf: eine temperamentvolle Polin (Adriane Kayser), ein düsterer Satanist (David Kebrich) und ein Imbiss-Engel (Anne Stekhoven).
Werden die Beteiligten das System austricksen? Und wer besiegt am Ende den unbarmherzigen Sündenrechner? Wer mehr erfahren will, der muss zu den Lieder- und Theaterabenden vom 14. bis 18. Oktober 2026 in den Kulturbahnhof Jülich kommen. Regie führt Angelika Ponten mit Unterstützung von Holger Bagusat und der Souffleuse Elvira Boltes. Der Frauenchor Tonalita und der Männerchor der Gesellschaft Frohsinn Stetternich runden wie immer das Programm mit passenden Liedbeiträgen ab.
Der Eintritt kostet zehn Euro. Der Kartenverkauf findet ab dem 26. September bei Cityfriseurin Dunja, Große Rurstraße 36, Jülich statt.
Lieder- und Theaterabende 2026 finden an folgenden Tagen statt:
Mittwoch, 14. Oktober 2026 um 20 Uhr,
Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 20 Uhr,
Freitag, 16. Oktober 2026 um 20 Uhr,
Samstag, 17. Oktober 2026 um 19 Uhr,
Sonntag, 18. Oktober 2026 um 18 Uhr.


