Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

Städtebündnis „Städte sicherer Häfen“

Mo. 30. November | 18:00 Uhr

Veranstaltung „Perspektiven ziviler Seenotrettung im Spannungsfeld der aktuellen politischen Migrationsdebatte“

Die Stadt Jülich ist auf Beschluss des Stadtrates im Jahr 2021 dem deutschen Städtebündnis „Städte sicherer Häfen“ beigetreten. Das Bündnis vereint bundesweit Kommunen, Gemeinden und Landkreise, welche sich mit der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer solidarisieren. Sie verbindet die Bereitschaft, aus Seenot gerettete und/oder in überfüllten Aufnahmelagern gestrandete Schutzsuchende zusätzlich aufzunehmen. Die Bündnisstädte verstehen sich als humanitäre Wertegemeinschaft mit hoher Kompetenz für die Aufnahme und Integration geflüchteter Menschen und bekräftigen gegenüber der Bundesregierung ihr Angebot zur Unterstützung und zur zusätzlichen Aufnahme.

Auch wenn die Stadt Jülich über die Mitgliedschaft in diesem Städtebündnis ihre Bereitschaft bekundet hatte, Menschen aus dem angesprochenen Kreis der Geflüchteten zusätzlich aufzunehmen, ist es zu einer solchen Aufnahme bisher nicht gekommen. Dies war dem Umstand geschuldet, dass mit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine seit 2022 verstärkt Menschen aus der Ukraine als Kriegsgeflüchtete nach Jülich gekommen sind. Den aufnehmenden Kommunen, und dazu zählt auch die Stadt Jülich, war es überwiegend nicht möglich, noch zusätzlich über das übliche Kontingent hinaus Menschen aus den Lagern der Mittelmeerländer aufzunehmen.
Um aber dennoch auf die Bedeutung der zivilen Seenotrettung im Spannungsfeld der aktuellen politischen Debatte um Migration aufmerksam zu machen und um über den symbolischen Charakter der Mitgliedschaft im Städtebündnis hinaus ein Zeichen zu setzen, organisiert der Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration in Kooperation mit der Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik/Nachhaltigkeit der Stabsstelle NaMoK, zwei Veranstaltungen. Am Montag, den 30. November 2026, wird es zunächst eine nicht-öffentliche Veranstaltung für die weiterführenden Schulen geben. Am Abend erfolgt eine Öffentliche für interessierte Bürger*innen. Die Abendveranstaltung zeigt den Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ um 18 Uhr im Kino des Kulturbahnhofs in Jülich. Anschließend findet ein Podiumsgespräch statt. Zu Gast auf der Bühne sind dabei Wolfgang Kaleck, Menschenrechtsanwalt und Mitbegründer des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Anna di Bari, Geschäftsführende Vorständin der Seenotrettungsorganisation Sea Eye e.V., Bettina Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt der Stadt Köln und Kira Lenzen, Fachberaterin für Psychotraumatologie und Expertin für die psychosoziale Beratung und Begleitung von geflüchteten Menschen mit Traumafolgestörungen.

Der Dokumentarfilm befasst sich mit den Fragestellungen: Ist Migration überhaupt das große Problem, zu dem es gemacht wird? Oder offenbart die Abschottungspolitik Deutschlands und der EU tiefere gesellschaftliche Ängste?
In eindringlichen Geschichten zeigt der Film eine zunehmend beängstigende Realität aus Sicht von Geflüchteten und analysiert die Dynamiken hinter dem historischen politischen Rechtsruck in der Gesellschaft. Im Dialog mit Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und Publizist*innen fordert Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes dazu auf, den brutalen Status quo und die scheinbar unaufhaltsame Radikalisierung der Migrations- und Asyldebatte auf nationaler und europäischer Ebene zu stoppen und zurückzukehren zu den Werten der Humanität und Solidarität, die die Basis politischen Handelns und gesellschaftlicher Debatten darstellen sollten.
Während der Podiumsdiskussion wird erörtert, wie das Sterben im Mittelmeer, einer der gefährlichsten Fluchtrouten der Welt, zukünftig verhindert werden kann bzw. wie zivile Seenotrettung im Rahmen des Städtebündnisses unterstützt werden kann.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Hans-Lamers-Stiftung.

Einlass zur Kinoveranstaltung ist ab 17:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Spende in Höhe von mindestens 3 Euro zugunsten Sea-Eye e.V., einer Organisation, die sich im Bereich der zivilen Seenotrettung engagiert, gebeten.

Informationen zur Veranstaltung sind zu erhalten im Fachbereich für Sozialplanung, Demografie, Inklusion und Integration, E-Mail: BLenzen@juelich.de und in der Stabsstelle NaMoK, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik/Nachhaltigkeit, E-Mail: HLuesgen@juelich.de und unter www.juelich.de

Pressekontakt:
Beatrix Lenzen
Fachbereich für Sozialplanung, Demografie,
Inklusion und Integration

Tel.: 02461 / 63 239
BLenzen@juelich.de

Stadt Jülich
Dezernat IV
Große Rurstr. 17
52428 Jülich

Details

Datum:
Mo. 30. November
Zeit:
18:00 Uhr
Kategorie:
KinoSonstiges

Other

Einlass
17:30 Uhr
Preis
Eintritt frei - Es wird um eine Spende gebeten
mehr Infos
Städtebündnis „Städte sicherer Häfen“

Details

Datum:
Mo. 30. November
Zeit:
18:00 Uhr
Kategorie:
KinoSonstiges

Other

Einlass
17:30 Uhr
Preis
Eintritt frei - Es wird um eine Spende gebeten
mehr Infos
Städtebündnis „Städte sicherer Häfen“